Ein Quartier im Umbruch zur Grossstadt
Der Rosa-Luxemburg-Platz befindet sich in unmittelbarer Nähe des Scheunenviertels, das Ende des 17. Jh. zur Vermeidung von Bränden außerhalb der Stadtmauern errichtet wurde. Später wurde das Areal zur bevorzugten Wohngegend von einfachen Handwerkern und Arbeitern. Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich hier immer mehr vor den Pogromen in Russland und Polen flüchtende arme Juden nieder.
Im Zuge der Stadterweiterung im letzten Drittel des 19. Jh. beabsichtigte die Stadt die Herstellung einer Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und den nordöstlichen Vorstädten. Die seit 1899 geplante Neuordnung des Areals sah eine großzügige Stadtanlage vor, die den Abzweig der Hauptstraßen nach Pankow und Weißensee markiert. Mit dem U-Bahnbau 1906 begannen die Abrissarbeiten. Das ärmliche Scheunenviertel verschwand, die Bewohner wurden verdängt. Der neue »Babelsberger Platz« wurde 1908 fertiggestellt. Wegen der wirtschaftlichen Krise vor dem Ersten Weltkrieg ließ die Neubebauung lange auf sich warten. Seit 1913/14 dominiert den Platz das von Oskar Kaufmann entworfene Volksbühnen-Gebäude.
Das heutige Karl-Liebknecht-Haus war eines der ersten Gebäude am Platz, der 1911 nach dem preußischen General Bülow benannt wurde. Der Inhaber der »Berliner Türschliesser Fabrik« Rudolf Werth ließ 1912 ein Fabrik- und Geschäftshaus, eine sog. Etagenfabrik, errichten. Das Gebäude hatte vier Stockwerke und wurde von mehreren Kleinunternehmen für die Fabrikation von Essenzen, Konserven u.a. genutzt. Der Stahlskelettbau ermöglichte flexible, den unterschiedlichen Nutzungen angepasste Grundrisse.

Erst 1927 wurden die von Hans Poelzig entworfenen Wohn- und Geschäftsbauten errichtet. Wenn auch nur in Ansätzen verwirklicht, zeugen die Bauten noch heute von einer vom Bauhaus inspirierten Architektur der Moderne.
Im Zuge der Stadterweiterung im letzten Drittel des 19. Jh. beabsichtigte die Stadt die Herstellung einer Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und den nordöstlichen Vorstädten. Die seit 1899 geplante Neuordnung des Areals sah eine großzügige Stadtanlage vor, die den Abzweig der Hauptstraßen nach Pankow und Weißensee markiert. Mit dem U-Bahnbau 1906 begannen die Abrissarbeiten. Das ärmliche Scheunenviertel verschwand, die Bewohner wurden verdängt. Der neue »Babelsberger Platz« wurde 1908 fertiggestellt. Wegen der wirtschaftlichen Krise vor dem Ersten Weltkrieg ließ die Neubebauung lange auf sich warten. Seit 1913/14 dominiert den Platz das von Oskar Kaufmann entworfene Volksbühnen-Gebäude.
Das heutige Karl-Liebknecht-Haus war eines der ersten Gebäude am Platz, der 1911 nach dem preußischen General Bülow benannt wurde. Der Inhaber der »Berliner Türschliesser Fabrik« Rudolf Werth ließ 1912 ein Fabrik- und Geschäftshaus, eine sog. Etagenfabrik, errichten. Das Gebäude hatte vier Stockwerke und wurde von mehreren Kleinunternehmen für die Fabrikation von Essenzen, Konserven u.a. genutzt. Der Stahlskelettbau ermöglichte flexible, den unterschiedlichen Nutzungen angepasste Grundrisse.

Erst 1927 wurden die von Hans Poelzig entworfenen Wohn- und Geschäftsbauten errichtet. Wenn auch nur in Ansätzen verwirklicht, zeugen die Bauten noch heute von einer vom Bauhaus inspirierten Architektur der Moderne.
Die Zentrale der KPD
Bis 1926 hatte die 1918 gegründete KPD ihren Sitz am Hackeschen Markt, in der Rosenthaler Straße 38.
1926 erwarb die Firma Bürohaus Vulkan GmbH im Auftrag des Zentralkomitees der KPD das Geschäftshaus am Bülowplatz, ließ es umbauen und benannte es nach Karl Liebknecht. Von November 1926 bis Januar 1933 war es der Sitz der KPD, an deren Spitze seit 1925 bis zu seiner Verhaftung durch die Nationalsozialisten am 3. März 1933 Ernst Thälmann stand. Das Arbeitszimmer Thälmanns befand sich im 3. Stock, an der nördlichen, stumpfen Ecke des Gebäudes.
Im »KL-Haus« arbeiteten die Führungsgremien der KPD und ihr nahestehender Massenorganisationen wie des Kommunistischen Jugendverbandes (KJVD) und des Rotfrontkämpferbundes (RFB), die Leitung der KPD-Bezirksorganisation Berlin-Brandenburg-Grenzmark und die regionalen Leitungen KPD-naher Organisationen. Die Redaktion des Zentralorgans der Partei »Die Rote Fahne« zog hier ein, auch der parteieigene Verlag der KPD und die City-Druckerei. Im Erdgeschoss gab es eine Buchhandlung und einen Tabakladen. An der Fassade des Gebäudes waren weithin sichtbar politische Losungen angebracht.
Das Karl-Liebknecht-Haus verkörperte ebenso den Aufstieg der KPD zur Massenpartei, die die Hoffnungen vieler Menschen auf eine sozial gerechtere Gesellschaft bündelte, wie das Elend einer zunehmend stalinistischen, bürokratisierten Kaderpartei, die mit ihrem Antisozialdemokratismus die Spaltung und Niederlage der Arbeiterbewegung und das Ende der Weimarer Republik mitzuverantworten hat.

Die KPD-Zentrale war den Regierenden ein Dorn im Auge. Sie befand sich am Rande der Bannmeile, die den Reichstag und die Reichsregierung vor Demonstrationen abschirmen sollte. Von der Kaserne in der Alexanderstraße hatte die Schutzpolizei kurze Wege bei Razzien und Versammlungsauflösungen.
Im Januar 1933, wenige Tage bevor Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, rückte die KPD-Zentrale erneut in das Zentrum der politischen Auseinandersetzung. Mit der festen Absicht, zu provozieren und die eigene Stärke zu demonstrieren, marschierten am 22. Januar unter starkem Polizeischutz Anhänger der NSDAP, die aus ganz Berlin und Brandenburg zusammengetrommelt worden waren, am Bülowplatz auf. Daraufhin rief die KPD am 25. Januar zu einer Großkundgebung, an der sich 130.000 Menschen beteiligten.
1926 erwarb die Firma Bürohaus Vulkan GmbH im Auftrag des Zentralkomitees der KPD das Geschäftshaus am Bülowplatz, ließ es umbauen und benannte es nach Karl Liebknecht. Von November 1926 bis Januar 1933 war es der Sitz der KPD, an deren Spitze seit 1925 bis zu seiner Verhaftung durch die Nationalsozialisten am 3. März 1933 Ernst Thälmann stand. Das Arbeitszimmer Thälmanns befand sich im 3. Stock, an der nördlichen, stumpfen Ecke des Gebäudes.
Im »KL-Haus« arbeiteten die Führungsgremien der KPD und ihr nahestehender Massenorganisationen wie des Kommunistischen Jugendverbandes (KJVD) und des Rotfrontkämpferbundes (RFB), die Leitung der KPD-Bezirksorganisation Berlin-Brandenburg-Grenzmark und die regionalen Leitungen KPD-naher Organisationen. Die Redaktion des Zentralorgans der Partei »Die Rote Fahne« zog hier ein, auch der parteieigene Verlag der KPD und die City-Druckerei. Im Erdgeschoss gab es eine Buchhandlung und einen Tabakladen. An der Fassade des Gebäudes waren weithin sichtbar politische Losungen angebracht.
Das Karl-Liebknecht-Haus verkörperte ebenso den Aufstieg der KPD zur Massenpartei, die die Hoffnungen vieler Menschen auf eine sozial gerechtere Gesellschaft bündelte, wie das Elend einer zunehmend stalinistischen, bürokratisierten Kaderpartei, die mit ihrem Antisozialdemokratismus die Spaltung und Niederlage der Arbeiterbewegung und das Ende der Weimarer Republik mitzuverantworten hat.

Die KPD-Zentrale war den Regierenden ein Dorn im Auge. Sie befand sich am Rande der Bannmeile, die den Reichstag und die Reichsregierung vor Demonstrationen abschirmen sollte. Von der Kaserne in der Alexanderstraße hatte die Schutzpolizei kurze Wege bei Razzien und Versammlungsauflösungen.
Im Januar 1933, wenige Tage bevor Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, rückte die KPD-Zentrale erneut in das Zentrum der politischen Auseinandersetzung. Mit der festen Absicht, zu provozieren und die eigene Stärke zu demonstrieren, marschierten am 22. Januar unter starkem Polizeischutz Anhänger der NSDAP, die aus ganz Berlin und Brandenburg zusammengetrommelt worden waren, am Bülowplatz auf. Daraufhin rief die KPD am 25. Januar zu einer Großkundgebung, an der sich 130.000 Menschen beteiligten.
Auf dem Dach die Hakenkreuzfahne
Am 23. Februar 1933 besetzten Polizei und SA endgültig die KPD-Zentrale. Nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar wurde das Haus am 1. März 1933 geschlossen, auf dem Dach die Hakenkreuzfahne gehisst. Das Haus wurde nach Horst Wessel, einem lokalen, bei einem Handgemenge 1930 von Kommunisten getöteten SA-Mann, der später von den Nazis zum »Blutzeugen der Bewegung« stilisiert wurde, benannt und dem preußischen Staat unterstellt. Die politische Polizei brachte gerade hier, symbolhaft und zynisch, ihre neu gegründete Abteilung zur Bekämpfung des Bolschewismus unter. 1933 diente dieser Ort wie auch die benachbarte Polizeikaserne als wildes Konzentrationslager. Nazigegner und aus rassistischen Gründen verhaftete Juden aus der unmittelbaren Nachbarschaft wurden hier verhört und misshandelt.
1934 ließ der preußische Staat das Gebäude zu einem Behördensitz umbauen. Ministerpräsident Hermann Göring übergab das renovierte Haus im November 1935 der Preußischen Finanzverwaltung. 1937 zog die SA-Führung der Gruppe Berlin-Brandenburg in das Haus ein, im Foyerbereich des Eingangs an der Weydinger Straße entstand eine Ehrenhalle für Horst Wessel.

Der Platz und die U-Bahnstation wurden ebenso nach Horst Wessel benannt wie die Volksbühne. Im Zuge dieser Inbesitznahme des Platzes wurden 1934/36 die mittlere Vorfläche des Platzes vollflächig mit einem Raster von Mosaikpflaster und Granitplatten gepflastert und die seitlichen Freiflächen am Theater mit jeweils 60 Linden bepflanzt. An der Ostseite wurde das Denkmal für die »gefallenen« Berliner SA-Männer und westlich das Denkmal für die getöteten Polizisten Anlauf und Lenk aufgestellt, die am 9. August 1931 bei einer Demonstration vom Bereitschaftsführer des Parteiselbstschutzes der KPD, Erich Mielke, erschossen worden sein sollen.
1934 ließ der preußische Staat das Gebäude zu einem Behördensitz umbauen. Ministerpräsident Hermann Göring übergab das renovierte Haus im November 1935 der Preußischen Finanzverwaltung. 1937 zog die SA-Führung der Gruppe Berlin-Brandenburg in das Haus ein, im Foyerbereich des Eingangs an der Weydinger Straße entstand eine Ehrenhalle für Horst Wessel.

Der Platz und die U-Bahnstation wurden ebenso nach Horst Wessel benannt wie die Volksbühne. Im Zuge dieser Inbesitznahme des Platzes wurden 1934/36 die mittlere Vorfläche des Platzes vollflächig mit einem Raster von Mosaikpflaster und Granitplatten gepflastert und die seitlichen Freiflächen am Theater mit jeweils 60 Linden bepflanzt. An der Ostseite wurde das Denkmal für die »gefallenen« Berliner SA-Männer und westlich das Denkmal für die getöteten Polizisten Anlauf und Lenk aufgestellt, die am 9. August 1931 bei einer Demonstration vom Bereitschaftsführer des Parteiselbstschutzes der KPD, Erich Mielke, erschossen worden sein sollen.
Zerstörung und Wiederaufbau
Als der Zweite Weltkrieg an seinen Ausgangspunkt zurückkehrte, wurde im April 1945 auch die frühere KPD-Zentrale weitgehend zerstört, die tragende Konstruktion blieb jedoch im wesentlichen erhalten. Unmittelbar nach Kriegsende wurde der Platz zunächst in Liebknechtplatz umbenannt, 1947 durch Oberbürgermeisterin Louise Schroeder (SPD) in Luxemburgplatz. 1969 erhielt der Platz den Namen Rosa-Luxemburg-Platz.
Auf Befehl des Garnisonschefs und Militärkommandanten des Sowjetischen Sektors von Berlin und mit Billigung des Alliierten Kontrollrates wurde das Haus an die SED übergeben. Nach der Vereinigung von KPD und SPD 1946 verzichtet die SED auf die Wiederherstellung des Hauses als Parteizentrale. Der Architekt Hans Schlüter erhielt vielmehr den Auftrag, das Haus als Büro- und Gästehaus der SED zu rekonstruieren. Die ersten überlieferten Entwürfe von Hans Schlüter datieren vom Dezember 1948. Statt dem Blockrand mit der stumpfen Ecke entsteht im Geiste der Zeit eine Zeilenbebauung. Unter den verschiedenen Entwürfen des Architekten für die Fassade, die z.T. stärker am zerstörten Bestand und den Formtraditionen der Moderne anknüpft, entschieden sich die Auftraggeber für eine konservative, neoklassizistische Lösung.
Seit Ende der fünfziger Jahre nutzte das Institut für Marxismus-Leninismus (IML) den größten Teil des Gebäudes. Daneben befanden sich im Haus die Dachgesellschaft der SED zur vermögensrechtlichen Verwaltung von Partei- und Wohnhäusern, Schulen und Grundstücken sowie der Verlag für Agitations- und Anschauungsmittel.
Die SED nutzte das Karl-Liebknecht-Haus eher zurückhaltend zur kommunistischen Traditionspflege. Eine Gedenktafel würdigt Ernst Thälmann als Führer der deutschen Arbeiterbewegung, eine andere erinnert daran, dass sich im Haus der Sitz des ZK der KPD befand. Erst 1981 wurde im Erdgeschoss eine Thälmann-Gedenkstätte eingerichtet. Sie war als größte der fast 150 Thälmann-Gedenkstätten der DDR in den Folgejahren zentraler Ort der Thälmann-Verehrung- und -Verklärung. Seit 1977 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Auf Befehl des Garnisonschefs und Militärkommandanten des Sowjetischen Sektors von Berlin und mit Billigung des Alliierten Kontrollrates wurde das Haus an die SED übergeben. Nach der Vereinigung von KPD und SPD 1946 verzichtet die SED auf die Wiederherstellung des Hauses als Parteizentrale. Der Architekt Hans Schlüter erhielt vielmehr den Auftrag, das Haus als Büro- und Gästehaus der SED zu rekonstruieren. Die ersten überlieferten Entwürfe von Hans Schlüter datieren vom Dezember 1948. Statt dem Blockrand mit der stumpfen Ecke entsteht im Geiste der Zeit eine Zeilenbebauung. Unter den verschiedenen Entwürfen des Architekten für die Fassade, die z.T. stärker am zerstörten Bestand und den Formtraditionen der Moderne anknüpft, entschieden sich die Auftraggeber für eine konservative, neoklassizistische Lösung.
Seit Ende der fünfziger Jahre nutzte das Institut für Marxismus-Leninismus (IML) den größten Teil des Gebäudes. Daneben befanden sich im Haus die Dachgesellschaft der SED zur vermögensrechtlichen Verwaltung von Partei- und Wohnhäusern, Schulen und Grundstücken sowie der Verlag für Agitations- und Anschauungsmittel.
Die SED nutzte das Karl-Liebknecht-Haus eher zurückhaltend zur kommunistischen Traditionspflege. Eine Gedenktafel würdigt Ernst Thälmann als Führer der deutschen Arbeiterbewegung, eine andere erinnert daran, dass sich im Haus der Sitz des ZK der KPD befand. Erst 1981 wurde im Erdgeschoss eine Thälmann-Gedenkstätte eingerichtet. Sie war als größte der fast 150 Thälmann-Gedenkstätten der DDR in den Folgejahren zentraler Ort der Thälmann-Verehrung- und -Verklärung. Seit 1977 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Endlich ein offenes Haus!
Seit Mai 1990 befindet sich hier der Sitz des Parteivorstandes der PDS und seiner Bundesgeschäftsstelle. Auch die PDS Berlin und die PDS Mitte haben hier ihre Büros. Ein Teil des Gebäudes ist als Bürohaus vermietet.
Die Eigentumsfrage blieb zunächst offen. Die treuhänderische Verwaltung und Fehler der PDS bei Vermögensfragen führten zu diversen Hausdurchsuchungen der Polizei. Im Rahmen des am 16. Juni 1995 geschlossenen Vergleichs mit der Treuhandanstalt zu allen offenen Vermögensfragen wurde das Haus der PDS uneingeschränkt zurückgegeben, da der materiell-rechtsstaatliche Erwerb nachgewiesen war.

Mit der Einrichtung des Konsultations- und Informationszentrums (KIZ), dem Buchladen und der Gaststätte im Erdgeschoss zum Platz an der Straßenfront sowie des bescheidenen Konferenzzentrums an der Bartelstraße verfügt die PDS über die Vorausetzungen für eine moderne Parteizentrale.
Haus und Platz widerspiegeln heute die widersprüchliche Geschichte des 20. Jahrhunderts, auch das Scheitern von SED und DDR. Und trotz alledem, in Kenntnis der Widersprüche und Katastrophen des 20. Jh., bleiben Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg Bezugspunkte für die PDS und die ganze demokratische Linke: Kein Sozialismus ohne Demokratie.
Die Eigentumsfrage blieb zunächst offen. Die treuhänderische Verwaltung und Fehler der PDS bei Vermögensfragen führten zu diversen Hausdurchsuchungen der Polizei. Im Rahmen des am 16. Juni 1995 geschlossenen Vergleichs mit der Treuhandanstalt zu allen offenen Vermögensfragen wurde das Haus der PDS uneingeschränkt zurückgegeben, da der materiell-rechtsstaatliche Erwerb nachgewiesen war.

Mit der Einrichtung des Konsultations- und Informationszentrums (KIZ), dem Buchladen und der Gaststätte im Erdgeschoss zum Platz an der Straßenfront sowie des bescheidenen Konferenzzentrums an der Bartelstraße verfügt die PDS über die Vorausetzungen für eine moderne Parteizentrale.
Haus und Platz widerspiegeln heute die widersprüchliche Geschichte des 20. Jahrhunderts, auch das Scheitern von SED und DDR. Und trotz alledem, in Kenntnis der Widersprüche und Katastrophen des 20. Jh., bleiben Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg Bezugspunkte für die PDS und die ganze demokratische Linke: Kein Sozialismus ohne Demokratie.