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24. Februar 2006

Basisinitiative beruft Frauenplenum der Linkspartei ein

120 Frauen aus allen Bundesländern haben das Frauenplenum der Linkspartei einberufen. Es wird zunächst am 28. April, einen Tag vor dem 10. Parteitag der Linkspartei in Halle, stattfinden. Dazu erklärt Christiane Reymann, Bundessprecherin von LISA, der feministischen Frauenarbeitsgemeinschaft der Linkspartei:

Initiiert von LISA will das Frauenplenum den gesamten Prozess zu einer neuen linken Partei begleiten. "Wir Frauen wollen die neue Partei der Linken von Anfang an politisch, strategisch, kulturell prägen", heißt es im Aufruf zum Frauenplenum, der den Titel "Brot und Rosen. Ermutigen und selbstermächtigen" trägt.

Im Vergleich zur Linkspartei sehen andere Parteien, was Frauenrechte anbetrifft, alt aus. Das Recht, Frauenplenen durchzuführen, ist ebenso im Statut verankert wie eine 50prozentige Mindestquotierung für Ämter.

Doch Rechte sind nicht immer gleichbedeutend mit realem Einfluss. Den aber wollen linke Frauen. Entsprechend breit waren die Reaktionen auf den Aufruf zum Frauenplenum. Sie reichen von "endlich, wunderbar" über "wir Frauen müssen uns mit unseren Vorstellungen einbringen, die Männer werden es nicht für uns richten" bis "ich fürchte, wir sind schon reichlich spät dran, vielleicht zu spät".

Neben Mitgliedern der Linkspartei beteiligen sich auch nicht organisierte und Frauen aus der WASG am Aufruf zum Frauenplenum. Darunter sind Abgeordnete aus dem Europaparlament, Bundestag, allen ostdeutschen Landtagen, aus Kreistagen und Kommunen. Es sind Gewerkschafterinnen, Mitglieder von Frauen- und sozialen Initiativen, Mitglieder des Bundesvorstandes, des Parteivorstands der Europäischen Linkspartei, von Landes- und Kreisvorständen, Basisorganisationen. Zu den prominentesten gehören die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei Katja Kipping (MdB), die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Die Linke. Dr. Gesine Lötzsch, die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke. Karin Binder (WASG), die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Angelika Gramkow, die Frauenforscherin Prof. Dr. Herta Kuhrig, die ehemalige stellvertretende IG Medien-Vorsitzende Gisela Kessler (WASG) oder Christine Buchholz vom WASG-Bundesvorstand.