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07. März 2006

Gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen abschaffen!

Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt Anja Stiedenroth, frauenpolitische Sprecherin des Parteivorstands:

Der diesjährige Frauentag ist kein Grund zum Feiern. Die Arbeitslosenzahl stellt alle bisherigen Größenordnungen in den Schatten Und, seit Januar ist Hartz IV nun in verschärfter Form in Kraft und dies im Besonderen für Frauen. Mit der Verschärfung der Hartz IV Gesetze für junge Menschen unter 25 bleibt der Weg auch für viele junge Frauen in die Selbstständigkeit verwehrt. Dies ist bekanntlich die Gruppe, die die traurige Spitze bei jenen bildet, die ohne Ausbildungsplatz bleiben. So erfährt das althergebrachte Ernährermodell eine neue Qualität.

Auch auf dem Arbeitsmarkt ist der Blick auf die bundesdeutsche Realität eher trübe.

Immer mehr Frauen stellen den Anteil der geringfügig Beschäftigten. Der Abstand zwischen Frauen- und Männerlöhnen ist gewachsen statt geschrumpft.

Und während man in anderen Ländern um die Durchsetzung einer Frauenquote in der Erwerbswelt diskutiert, baut man in der Bundesrepublik die Möglichkeit von Mini-Jobs im Bereich der häuslichen Dienstleistungen aus und ist zugleich meilenweit von der Durchsetzung des "Gleichstellungsgebotes auf dem Arbeitsmarkt" entfernt. Noch immer verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die Linkspartei.PDS nimmt den 8. März zum Anlass und fordert erneut:
  • eine Anhebung des Hartz IV-Regelsatzes auf mindestens 420 Euro;>
  • die Abschaffung des Prinzips der Bedarfsgemeinschaften;
  • die Einführung eines existenzsichernden Mindestlohnes;
  • rechtliche Regelungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die nicht nur den besser verdienenden Eltern zu gute kommt;
  • rechtliche Regelungen für eine Gleichstellung von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft.