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20. März 2006

Arbeitplatzpakete sind die besten "Heimatschachteln"

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Wolfgang Tiefensee hat heute Modellprojekte zur Förderung von Rückkehrern in die neuen Bundesländer vorgestellt, darunter das Projekt "Heimatschachteln". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch:

Viel mehr als Wahlkampfshow und PR-Gags mit Heimatgefühlen hat der neue Ostbeauftragte der neuen Bundesregierung den Wegzüglern offenbar nicht zu bieten. Aber weder der Duft von "Mona"-Kaffee noch eine Flasche Likör können Wegzügler so betören, dass sie in eine Region ohne Zukunft zurückkehren.

Heimatgefühle können die Existenzängste nicht vertreiben, die bei vielen zum Umzug in die Alten Bundesländer führten. Vor allem junge Leute haben in ihrer Heimatregion erfahren, dass es keine Ausbildung, keine Arbeit und keine Zukunft für sie gibt.

Besser als "Heimatschachteln" und eine "Rückkehragentur" wären Initiativen für Ausbildungsplätze und existenzsichernde Arbeitsplätze in den Neuen Bundesländern. Damit könnte sich Wolfgang Tiefensee als neuer Ostminister einen Namen machen.

Es reicht nicht aus, die vorhandenen Entwicklungszentren Leipzig-Dresden und Berlin-Potsdam zu hegen und zu pflegen. Vielmehr muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass mit den Fördermitteln für den Aufbau Ost deren regionale Einbindung, regionale Verflechtung und Ausstrahlung gefördert wird. Die vorhandenen Entwicklungszentren können die Lokomotive sein, die Bundespolitik muss dafür sorgen, dass diese Lokomotiven möglichst viele Anhänger haben. Dann bleiben auch junge Menschen wieder hier. Auf "Heimatschachteln" können sie verzichten.