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03. Mai 2006

Für ein friedliches, soziales und demokratisches Europa in einer sozial gerechteren Welt

Vom 4. bis 7. Mai 2006 findet in Athen das 4. Europäische Sozialforum statt. Daran beteiligen sich viele Mitglieder und Sympathisantinnen der Linkspartei.PDS sowie der parlamentarischen Fraktionen, darunter der Bundestagsfraktion DIE LINKE. und der Gruppe der Linken.PDS im Europäischen Parlament. In einem Grußwort an eine Gruppe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Sozialforums erklären Katja Kipping, stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei.PDS, und Helmut Scholz, Mitglied im Vorstand der Partei der Europäischen Linken:

Die Sozialforen - sowohl auf globaler als auch auf kontinentaler oder nationaler Ebene - gewinnen als Kommunikations- und Aktionsraum zunehmend Anziehungskraft und Bedeutung. Hier treffen sich keine Regierungschefs und Wirtschaftsgrößen, sondern Menschen, die die Auswirkungen unsozialer und einseitig an Unternehmensgewinnen orientierter Politik unter dem Diktat der kapitalistischen Ökonomie ganz real und tagtäglich erleben. Und die sich miteinander darüber verständigen und Aktionen verabreden, wie ihre Vorstellungen vom solidarischen Zusammenleben der Menschen zu realisieren sind.

Das 4. Europäische Sozialforum vom 4. bis 7. mai 2006 in Athen ist ein idealer Ort für die Debatte gemeinsamer grenzüberschreitender Strategien gegen neoliberales Durchdeklinieren jeglicher sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungen aber auch kultureller Werte im Zusammenleben der europäischen Völker. Das Zusammenwachsen Europas wird zunehmend gefährdet durch diese auf Kapitaldominanz, Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und Gewinnmaximierung des Finanzkapitals ausgerichtete Politik. Und damit steht auch für Athen die Entwicklung von Alternativen und die Umsetzung von Visionen einer demokratischen und sozial gerechteren Welt in tägliche politische Praxis in der Europäischen Union und in ganz Europa auf der Tagesordnung. In einem offenen und möglichst viele anregenden Diskurs der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den ost-mitteleuropäischen Ländern ebenso wie aus den EU-Mitgliedsländern, aus Skandinavien wie aus den Mittelmeer-Anrainerländern über das künftige Europa. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu gab uns im Jahr 2000 eine empfehlenswerte Orientierung, indem er einen Vortrag auf der Jahrestagung der Otto-Brenner-Stiftung mit dem Satz überschrieb: "Die sozialen Bewegungen zusammenführen, ohne zu vereinheitlichen." Dieser Satz hat heute für den Raum der Sozialforen mehr denn je Bedeutung.

Die Linkspartei wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass sie viele Impulse für die tagtägliche politische Arbeit in Bewegungen, Vereinen und Initiative und auch für unsere Partei, die Linkspartei, mitbringen mögen.