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17. Oktober 2006

Armut mildern mit Schulspeisung für alle

Zum heutigen Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping:

Armut bedeutet mehr als Hunger. Aber die fehlende Sicherheit der ausreichenden und gesunden Ernährung ist ein besonderes Armutszeugnis – für die Gesellschaft, die diese Sicherheit trotz materiellem Überfluss nicht gewährleistet. Auf unserer Erde leiden 852 Millionen Menschen an Hunger. Zehn Jahre nach dem Welternährungsgipfel in Rom hat sich die Anzahl der hungernden Menschen nicht verringert.

Auch in Deutschland können Menschen sich nicht ausreichend ernähren: Die Tafeln, die Arme in Deutschland mit Nahrungsmittel versorgen, sind überlaufen. Kinder bekommen keine warme Mahlzeit, nicht genügend Gesundes zu essen - weil sich in Deutschland eine politische Schicht und regierende Parteien erlauben, das grundlegende Menschenrecht zu missachten. Nicht Armut, sondern Arme werden bekämpft und entwürdigt. Statt jedem Menschen voraussetzungslos eine ausreichende Ernährung und eine Minimalteilhabe an der Gesellschaft zu garantieren, werden Sozialhilfe und Grundsicherung auf niedrigstem und entwürdigendem Armutsniveau gehalten. Menschen werden als "Unterschichten" gedemütigt.

Es ist erschreckend, aber wahr. Wir müssen auch für das reiche Deutschland fordern: Jeder Mensch muss sich am Tag eine warme, nahrhafte Mahlzeit leisten können. Das Recht auf eine kostenlose Schulspeisung wäre ein Anfang, um die schlimmsten Auswirkungen von Armut abzumildern.