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07. November 2006

Schritt für Schritt auf dem Weg zu einer neuen linken Partei

Vor zwei Jahren wurde die Initiative für Arbeit und soziale Gerechtigkeit auf den Weg gebracht, in deren Folge sich die WASG gründete. Dazu erklärt Bodo Ramelow, Mitglied des Parteivorstandes und verantwortlich für die Parteineugründung:

Es war vor zwei Jahren ein mutiger Schritt, als sich die Gründungsväter der WASG auf den Weg gemacht haben. Sie haben Verantwortungsbewusstsein und soziales Gewissen über Parteidisziplin und Kanzlergehorsam gestellt.

Es war vor anderthalb Jahren ein folgenschwerer Schritt, als sich WASG und PDS allen Unkenrufen zum Trotz gemeinsam auf den Weg zu einer gesamtdeutschen linken Kraft gemacht haben, deren Markenzeichen ihr Kampf für soziale Gerechtigkeit und Solidarität ist. Dies hat in Konsequenz Schröder die Kanzlerschaft gekostet und der Linken als zweitstärkster Oppositionskraft den Weg in den Bundestag geebnet.

Es ist jetzt ein konsequenter Schritt, den begonnenen Weg fortzusetzen. WASG und Linkspartei.PDS wollen gemeinsam ihre Identität erweitern und ihren Gestaltungsanspruch in der Gesellschaft geltend machen. Gemeinsam wollen wir für die friedliche Lösung von Konflikten, für eine solidarische Gesundheitspolitik, für mehr Arbeit und Ausbildung, für ein würdiges Leben ohne Armut, für Chancengleichheit in der Bildung, für mehr Mitbestimmung und für eine gerechte Steuerpolitik streiten. Und wir wollen Menschen gewinnen, sich in der neuen gesamtdeutschen linken Partei zu engagieren.

Eins und eins sind – mathematisch korrekt – zwei. In der Politik wird nicht nach Adam Ries gerechnet. Da bleiben eins und eins manchmal eins – wie das platte Überstülpen der westdeutschen Verhältnisse im Rahmen der Wiedervereinigung vor 16 Jahren gezeigt hat. Ich bin überzeugt, dass beim Zusammengehen zweier Parteien politisch etwas Neues, Drittes entsteht. Wir wollen es besser machen, weil wir die unterschiedlichen kulturellen Traditionen als Ausgangspunkt für eine gemeinsame Politik akzeptieren. Die neue Linke soll auf der Grundlage eines fairen Parteibildungsprozesses und gleichberechtigten Zusammengehens entstehen.