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15. Februar 2007

Späte Einsicht ist besser als keine

Zur aktuellen Debatte um mehr Krippenplätze erklärt Rosemarie Hein, Mitglied des Parteivorstandes:

Deutschland hat die Zeichen der Zeit spät erkannt. Aber späte Einsicht ist besser, als keine.

Günstige Entwicklungsbedingungen für alle Kinder in den ersten Lebensjahren sind eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherung von Chancengleichheit. Bereits im frühen Kindesalter werden wichtige Weichen dafür gestellt, wie Lebenspläne reifen und realisiert werden können.

Daraus erwächst eine große Verantwortung nicht nur für Eltern. Auch die Gesellschaft als Ganzes muss besser dafür sorgen, dass die notwendigen Voraussetzungen für eine optimale Entwicklung der Kinder geschaffen werden. Wachsende Kinderarmut in Deutschland schränkt Lebensperspektiven ein.

Gute Betreuungsangebote für alle Kinder sind ein wichtiger Beitrag zur frühkindlichen Förderung und zur sozialen Integration. Hierbei sollten die Erfahrungen aus Ost und West zusammengeführt werden.

Die Politik muss sich energisch für ein bedarfsgerechtes Netz von Krippen- und Kitaplätzen in Stadt und Land einsetzen. Es reicht nicht aus, dass die Familienministerin mehr Krippenplätze fordert, die entsprechende Finanzierung muss gewährleistet sein. Gute Betreuung gibt es nicht zum Nulltarif.

Die Kommunen dürfen nicht allein auf den Kosten sitzen bleiben, auch Bund, Länder und die Wirtschaft müssen einen entsprechenden finanziellen Beitrag leisten.