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22. Februar 2007

Die Stärkung antifaschistischer Bündnisse ist Tagesaufgabe aller demokratischer Parteien

Zum morgigen 60. Jahrestag der Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) hat der Parteivorsitzende Lothar Bisky Glückwünsche übermittelt. In dem Schreiben würdigt Lothar Bisky, die 60jährige engagierte Arbeit der Mitglieder der VVN-BdA.

"Ihr werdet gebraucht und es ist bitter, wenn ich sagen muss, dass zur Erinnerungskultur, zur wertvollen Arbeit in Gedenkstätten und Ausstellungen, die alltägliche aktuelle Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus, Rassismus und Antisemitismus uns immer mehr Kräfte abverlangt. Militarismus und undemokratische Ideologien dringen erneut in die Beziehungen zwischen den Völkern und in den Alltag ein. Es ist unerträglich zu konstatieren, dass rechtsextreme Gewalttaten zunehmen und dass rechtsradikale Parteien die sozialen Fragen missbrauchen und sie mit nationalistischen Antworten versehen. Rechtsextremismus darf nicht länger in die Ecke der Randprobleme und Jugendfragen abgeschoben werden. Ihr habt die Erfahrung und das Wissen, dass sich faschistische Ideologien nur entfalten, wenn sie in der Mitte der Gesellschaft greifen. Deshalb akzeptieren wir keine aktionistischen Interventionsstrategien gegen rechtsextreme Gewalt, wie sie vom Bundesfamilienministerium vorgesehen sind, sondern halten an unseren Forderungen fest, die kontinuierliche und langfristige Aufklärungsarbeit in stabilen Strukturen der Zivilgesellschaft zu unterstützen", heißt es in dem Schreiben.

Lothar Bisky hebt hervor, dass die authentischen Stimmen von Antifaschistinnen und Antifaschisten die Garanten für eine fortwährende Auseinandersetzung mit dem deutschen Faschismus, mit dem Völkermord an Juden, mit Verbrechen an Menschen verschiedenster Religionen und unterschiedlicher humanistischen Überzeugungen waren und sind. Der antifaschistische Widerstand gehöre zum lebendigen Erbe der demokratischen Gesellschaften. Die Stärkung gewaltfreier antifaschistischer Bündnisse gegen braune Netze, die antifaschistische Aufklärung seien Tagesaufgaben aller demokratischen Kräfte.

"In den Mitgliedern der Linkspartei.PDS habt Ihr zuverlässige Verbündete", verspricht der Parteivorsitzende. Ein wesentlicher Grund der Parteineubildung der Linken in Deutschland und in Europa sei die Stärkung des antifaschistischen Konsens’, des Kampfes gegen Rechtsextremismus.