linkspartei Politik Partei Presse Links Kontakt Shop Service Ende der Hauptnavigation
16. März 2007

Arroganz rettet das Klima nicht!

Zu den heute beginnenden Beratungen von G8-Umweltministern und Vertretern wichtiger Schwellenländer zum Klimaschutz erklärt der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Methling:

In den Medien findet sich heute die Nachricht, dass der vergangene Winter der wärmste sei über 100 Jahren war - weltweit. Die drohende Klimakatastrophe betrifft alle, deshalb lassen sich Maßnahmen zum Schutz des Klimas nicht national, nicht europäisch, sondern nur weltweit ergreifen und durchsetzen.

Dafür bietet das Treffen in Potsdam eine Chance, birgt aber zugleich die Gefahr, dass die G8-Staaten mit Arroganz gegenüber den Schwellenländern auftreten. Minister Gabriels Forderungen an die Schwellenländer, mehr für den Klimaschutz zu tun, zeugen von dieser Überheblichkeit. Mehr als Postulate und kaum umgesetzte Vereinbarungen auf dem Papier haben die G8-Staaten derzeit nicht zu bieten.

Die Chance zur Umkehr kann nur genutzt werden, wenn auf gleicher Augenhöhe und ohne Tabus debattiert wird. Das gilt für den Neubau von deutschen Steinkohle-Kraftwerken, wie für die europäische Automobilindustrie und aufstrebende Industrien in Asien und Lateinamerika.

Ehrlich wäre es, wenn die USA endlich die Notwenigkeit eines weltweiten Engagements begreifen und sich aktiv am Klimaschutz beteiligen würden. Vorbildwirkung und Gemeinsamkeit statt Ratschläge vom Gipfel des G8-Olymps sind das Gebot.