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06. Mai 2007

Bildung darf nicht den Marktgesetzen unterworfen werden

Das Thema Bildung soll auch in der neuen Partei DIE LINKE zu einem Schlüsselthema werden. Das fordern die Mitgliederinnen und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Bildung der Linkspartei.PDS, die an diesem Wochenende gemeinsam mit Vertretern der WASG in Potsdam tagten.

Zwei Tage lang befassten sich die Bildungspolitiker und Bildungspolitikerinnen aus elf Ländern vor allem mit Fragen des Zusammenhanges von sozialer Lage der Familien und Bildungserfolg von Kindern. "Nach wie vor gibt es in Deutschland keine Chancengleichheit in der Bildung. Die soziale Herkunft der Kinder entscheidet über ihren Bildungs- und damit Lebensweg. Deshalb fordern wir ein finanziell gut ausgestattetes, integratives Schulsystem, in dem alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam lernen", so Gerrit Große, Sprecherin der AG und bildungspolitische Sprecherin der Brandenburger Landtagsfraktion.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Politik der neuen Partei DIE LINKE auf allen Ebenen müsse es sein, diesem Zusammenhang entgegenzuwirken. Dazu sagt Rosemarie Hein, Mitglied des Parteivorstandes: "Der Ausgrenzung durch soziale Benachteiligung kann aber nicht nur durch die Schule begegnet werden, hier geht es um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nur im Zusammenwirken aller politischen Ressorts gelöst werden kann."

Am heutigen Sonntag befasst sich die Beratung ausführlich mit Fragen der Privatisierung im Bildungsbereich. Neben der Auflistung von Befunden geht es auch um Gegenstrategien. Dazu Horst Bethge, Sprecher der AG: "Grundsatz der Linkspartei ist: Bildung darf nicht den Marktgesetzen unterworfen werden. Bildung ist keine Ware, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Bildungserwerb ist ein Menschenrecht."