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28. Mai 2007

Missionierung gehört nicht in den Kindergarten

Zum Vorschlag der Evangelischen Kirche in Deutschland, religiöse Bildung und Werteerziehung stärker in allen Kindergärten zu verankern, erklärt das Mitglied des Parteivorstandes Rosemarie Hein:

Hier schießt Herr Huber eindeutig übers Ziel hinaus. Selbstverständlich gehört es zum Bildungsauftrag von Kindereinrichtungen aller Träger, bereits im frühen Kindesalter zur Wahrung humanistischer Werte, zu Toleranz und Achtung vor anderen Kindern zu erziehen, aber weltanschauliche oder religiöse Missionierung gehört nicht in die Kindergärten. Vielmehr kommt es darauf an, die weltanschaulichen oder religiösen Bindungen der Kinder, die sie aus dem Elternhaus erfahren, zu achten und darauf Sorge zu tragen, dass diese Gefühle und Einstellungen nicht verletzt und nicht diskreditiert werden. Das muss sogar für kirchliche Einrichtungen gelten, zumal dann, wenn Eltern wegen fehlender Alternativen gar keine Wahlfreiheit haben. Die Zugehörigkeit zu Religionen oder weltanschauliche Einstellungen gehören in die Privatsphäre jedes Menschen, das gilt auch und erst recht für die Kinder.